Die Roadmap 2030

Mit einer neu strukturierten und neu ausgerichteten Vertriebsmannschaft soll unter anderem das Thema Mechatronic stärker adressiert und dem Kunden dessen Nutzen rund um die vielfältigen Herausforderungen bewusst gemacht werden. (Quelle: B&R)
Nach ihren Zielen und einem allgemeinen Ausblick für 2025 sowie darüber hinaus gefragt, sagt R. Meckseper: „Wir haben bereits eine Roadmap 2030 entwickelt. Das war aus meiner Sicht unter anderem angesichts von Führungswechseln und Personalabbau im vergangenen Jahr wichtig, um Orientierung zu geben.“ Allerdings sei die Roadmap nicht als starres Konzept zu verstehen, sondern als mittelfristige Leitlinie. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ließen sich ohnehin nicht punktgenau takten: „Wichtig ist, dass wir gemeinsam und mit Ausdauer ein Ziel verfolgen“, verdeutlicht sie.
Für das laufende Jahr wurden vier zentrale Schwerpunkte definiert. „Unseren starken Kundenfokus behalten wir selbstverständlich bei“, erklärt sie. Neu sei die Umstellung von einer sehr dezentralen hin zu einer zentralisierteren Organisationsstruktur. „Es gibt nun ein zentrales Vertriebsteam mit einem neuen Vertriebsleiter sowie ein zentrales Auftragsabwicklungs-, Applikations- and Service-Team. Dadurch können wir zum einen schneller, effizienter und einheitlicher am Markt agieren und zum anderen besser Wachstumschancen nutzen“, erklärt sie.
Neben Kundenfokus und interner Neuaufstellung setzt R. Meckseper als drittes Thema Mechatronics auf die Agenda. „Innovative Produkte, wie AcoposTrack oder Acopos 6D, werden wir stärker auch bei neuen Kunden verankern“, sagt sie und verweist auf den Passion4Automation Day im Juni in Friedberg. „Hier geben wir interessierten Teilnehmern tiefe Einblicke in die Technik und vermitteln, welche Vorteile sie daraus für sich ableiten können.“
Beim vierten Schwerpunkt schließt sich der Kreis zu der zuvor besprochenen Branchen-Neuausrichtung. „Wie erwähnt, besprechen wir, welche Branchen attraktiv sind und mit welchen Produkten wir diese zielgerichtet angehen werden.“ Auch der Service wird dabei als Wachstumstreiber verstanden. „Da haben wir noch viel Potenzial – gerade durch die Organisationszentralisierung in Deutschland“, fügt sie an.
Als langfristiges Ziel formuliert sie: „2030 wollen wir Benchmark sein – im Hinblick auf unser Portfolio und unsere Betriebskompetenz. Als Teil der ABB-Gruppe haben wir dafür die besten Voraussetzungen.“ Eine neue personelle Aufstellung in der Führungsebene sieht R. Meckseper dabei als entscheidenden Hebel. „Ich bin überzeugt, dass ein motiviertes Team, erfahrene Führungskräfte und eine neue Geschäftsführung uns die Stärke gibt, erfolgreich die Zukunft zu beschreiten“, sagt die B&R-Deutschland-Chefin abschließend.