Portfolio an aktuellen Trends ausrichten
Auf Basis der Megatrend-Map des Zukunftsinstituts hat Kübler für sich unter anderem Big Data, Internet of Things, Simplexity, Mega Cities und Smart Cities herausgearbeitet. Mit Blick auf diese werden Neu- und Weiterentwicklungen angestoßen. Parallel fokussieren die Experten auf die allgemeinen Trends und Herausforderungen in ihren Industriezweigen. G. Kübler erklärt: „Unsere Kunden haben mit hohen Kosten sowie Mitarbeitermangel zu kämpfen. Entsprechend wichtig sind für sie Systemlösungen. Darauf reagieren wir mit drei Stoßrichtungen.“ Diese gab er wie folgt an:
- Systemlösungen für höhere Durchgängigkeit: „Wir bieten ein durchgängiges Portfolio an Produkten zum Messen, Übertragen und Auswerten mit integrierten Industrial-Ethernet- und/ oder IO-Link-Schnittstelle an“, so G. Kübler. Als Beispiel nannte er Converting-Maschinenhersteller, die auf durchgängiges Ethernet für Drehgeber und Schleifringe von Kübler setzen.
- Mechatronische Systeme: „Sie ermöglichen einerseits die Einsparung von Komponenten und andererseits eine einfache Kommunikation“, so G. Kübler. Als Beispiel führte er Aufzughersteller an, die auf ein durchgängiges sicheres Positioniersystem und Sicherheitskonzept von Ants Elevator setzen.
- Motorintegration: „Dadurch können Kunden Installationszeit und Komponenten einsparen“, berichtete er und verwies darauf: „Wir bei Kübler analysieren, verstehen und lösen die Problemstellung gemeinsam mit den Kunden. Dazu stellen wir in unserem Baukasten eine Vielzahl an physikalischen Sensorprinzipien und smarter Signalverarbeitung bereit.“
IO-Link und Safety
Bereits seit längerem stattet das Unternehmen viele seiner Produkte mit IO-Link-Schnittstelle aus. Damit möchte man Kunden bei ihrem einfachen Einstieg in Industrie 4.0 unterstützen. „IO-Link ist Teil unserer Industrial-Ethernet- und Industrie-4.0-Strategie. Damit möchten wir den Trend zu einfacher, schneller und günstiger Digitalisierung unterstützen“, sagt G. Kübler. So könnten mit IO-Link einige Verdrahtungen sowie zusätzliche Karten wegfallen. Stattdessen sei der Kommunikationsstandard einfach in Ethernet-Netzwerke, zum Beispiel Profinet, integrierbar. Und dann ist Safety noch ein wichtiges Thema: „Da Menschen und Maschinen im Fertigungsumfeld immer näher zusammenrücken, gewinnt das Thema Safety immer stärker an Bedeutung“, sagt G. Kübler. Zudem nehme die Komplexität und Schnelligkeit der Anlagen weiter zu. Hier sei Safety, zum Beispiel der Safe Stop, ein zunehmend wichtiges Thema, das immer öfter Anwendung findet „Die neueste Version unserer Ethernet-basierten Safety-Drehgeber bietet diese Sicherheit und ist Teil einer Industrie-4.0-Umgebung mit weiteren Benefits“, sagte G. Kübler.
Neuheiten auf der SPS
Die Safety-Drehgeber sind ein Highlight, das Kübler auf der SPS in Nürnberg zeigen wird. Sie sind auch Bestandteil des Innovationsmarathons – Teil 2, der nun angelaufen ist. Dieser umfasst auch eine neue Generation lagerloser Drehgeber. Sie soll hohe Flexibilität, mehr Performance und gleichzeitig Kosteneinsparungen für Kunden eröffnen und wird in Nürnberg gezeigt. Zudem wird eine neue Generation Industrial-Ethernet- sowie IO-Link-Drehgeber und Messradsysteme unter dem Motto „Industrie 4.0 leicht gemacht“ gezeigt. Auch Schleifringe für die industrielle Automation sind mit dabei. In Nürnberg wird beispielsweise der erste Schleifring mit SPE-Schnittstelle gezeigt. Und dann wird noch präsentiert, wie das bekannte Schachtkopiersystem als lineares Messsystem bei Hochregallagern eingesetzt werden kann.

