Umfassender Zugriffsschutz durch 360-Grad-Security

Im Rahmen des 360-Grad-Ansatzes werden Cyber-Security-Lösungen und -Dienstleistungen angeboten.

Im Rahmen des 360-Grad-Ansatzes werden Cyber-Security-Lösungen und -Dienstleistungen angeboten. (Quelle: Phoenix Contact)

Bei der Datenerfassung kommt der Zugriffssicherheit der eingesammelten Daten sowie den Übertragungswegen eine große Bedeutung zu. Neben der stetig wachsenden Gefahr von Hackerangriffen gibt es verschiedene gesetzliche Regelungen, um das eigene Unternehmen vor Cyber Angriffen zu schützen. Maschinenbauer sehen sich zum Beispiel mit der neuen Maschinenverordnung (MVO) und dem Cyber Resilience Act (CRA) konfrontiert. Für die Betreiber größerer Fabriken und kritischer Infrastrukturen wird die NIS-2-Richtlinie gelten. Viele dieser Vorschriften, Gesetze und Verordnungen stehen aktuell vor der Herausforderung, dass noch keine harmonisierte Norm für ihre Umsetzung vorliegt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die OT-Security-Norm IEC 62443 eine entscheidende Rolle einnehmen wird. Sie dient also als Vorlage für die derzeit in der Erarbeitung befindlichen harmonisierten Normen.

Bei den eigenen Aktivitäten im Bereich der Cyber Security orientiert sich Phoenix Contact deshalb an der IEC 62443. Auf ihrer Grundlage wurde ein 360-Grad-Security-Konzept entwickelt, das sich von der Sicherheit der Produkte über das Design sicherer Netzwerkkonzepte bis zur Schulung der Mitarbeiter erstreckt. Die wesentlichen Bestandteile des Konzepts sind bereits vom TÜV als unabhängiger Instanz zertifiziert und bestätigt worden. Dazu gehören der sichere Produktentwicklungsprozess gemäß IEC 62443-4-1 sowie einige Geräte, wie die Steuerungen PLCnext Control und die Security-Router FL mGuard, die der IEC 62443-4-2 entsprechen. Ergänzt werden die Zertifizierungen durch einen Blueprint zum Thema Fernwartung nach IEC 62443-3-3 und das Design von sicheren Automatisierungslösungen gemäß IEC 62443-2-4.

Abgesehen von der Auswahl sicherer Komponenten erfordert das Netzwerkdesign eine hohe Aufmerksamkeit. Vorhandene Assets müssen bekannt, Risiken und Bedrohungen eingeschätzt und besonders schützenswerte Assets abgesichert werden. Um eine benutzerfreundliche und sichere Datenkommunikation zu ermöglichen, kommt in der PLCnext Factory die Data Security Box von Phoenix Contact zum Einsatz. Sie dient der Netzwerksegmentierung. Darüber hinaus bietet Phoenix Contact Awareness-Schulungen an, in denen die Mitarbeiter des jeweiligen Unternehmens auf potenzielle Gefahren aufmerksam gemacht werden. Ferner übernehmen die zertifizierten Security-Experten des Automatisierungsspezialisten das Design des gesamten Netzwerks.

Weitere Senkung des Energieverbrauchs auf Basis einer Sektorenkopplung

Durch die vollständige Transparenz sämtlicher energiebezogenen Daten lassen sich Nachhaltigkeitsziele verlässlicher und nachvollziehbarer realisieren. Denn nur wer weiß, an welchen Stellen in der Wertschöpfungskette welche Ressourcen genutzt werden, kann Maßnahmen zur Minimierung der Verbräuche und Optimierung von Prozessen ergreifen. Das Erfassen und Auswerten energierelevanter Daten erweisen sich somit als wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer klimaneutralen Produktion.

In der PLCnext Factory sind insgesamt 66.500 Messpunkte verbaut, die in Echtzeit Daten sammeln, bündeln und analysieren. Auf diese Weise werden nicht nur kleine Unregelmäßigkeiten im Fertigungsprozess sofort erkannt, damit sinnvolle Maßnahmen zur Behebung eingeleitet werden können. Es liegen vor allem die entsprechenden Informationen vor, um die Abläufe effizient und nachhaltig zu gestalten. Phoenix Contact setzt außerdem auf eine Sektorenkopplung zur weiteren Senkung des Energieverbrauchs. Das Proof-of-Concept verbindet die Bereiche Energie, Industrie, Infrastruktur und Mobilität. Durch die innovative Steuerung der Energieflüsse wird der Energieverbrauch effizienter und das Unternehmen in Richtung Net Zero Factory geführt.

www.phoenixcontact.com

Hannover Messe 2025: Halle 9, Stand F40

Markus Berghammer, Director International Business Development, Vertical Market Management Factory Automation bei der Phoenix Contact GmbH & Co. KG in Bad Pyrmont
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