Gesamtkostenproduktivität soll ab 2015 3 % bis 5 % betragen
Mit der Bündelung der Divisionen und der Auflösung der Sektoren sollen Bürokratie abgebaut, Kosten gesenkt und Entscheidungen innerhalb des Unternehmens beschleunigt werden. Zudem sollen die Querschnittsfunktionen des Unternehmens, wie das Personalwesen und die Kommunikation, künftig gestrafft und zentral geführt werden. Diese Maßnahmen sollen in Summe zu einer zusätzlichen Produktivität von rund 1 Mrd. € führen. Die volle Maßnahmenwirksamkeit soll bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2016 erreicht werden. Um die Kostenentwicklung nachhaltig zu optimieren, hat sich das Unternehmen ein neues Ziel für die Gesamtkostenproduktivität gesetzt. Sie soll ab dem Geschäftsjahr 2015 jährlich 3 % bis 5 % betragen.
Die Divisionen erhalten ab dem Geschäftsjahr 2015 als Zielvorgabe ein Ergebnismargenband vor PPA – also akquisitionsbedingten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte. Diese Bänder orientieren sich an den Ergebnissen der wesentlichen Wettbewerber der jeweiligen Division.
Die Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2014
Die Umsatzerlöse lagen im zweiten Quartal um 2% unter dem Vorjahreswert. Auf organischer Basis, ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte, legten die Umsatzerlöse um 1% zu.
Der Auftragseingang ging um 13% gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück, der ein wesentlich höheres Volumen aus Großaufträgen verzeichnet hatte. Auf organischer Basis lag der Auftragseingang um 10% unter dem Vorjahreswert. Das Book-to-Bill-Verhältnis belief sich im Quartal auf 1,06 und der Auftragsbestand von Siemens erreichte mit 103 Mrd. € einen neuen Höchststand.
Das Ergebnis Summe Sektoren stieg um 16% auf 1,566 Mrd. €, wobei ein starker Ergebnisanstieg bei Infrastructure & Cities herausragte. Der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten steigerte sich um 19%.
Der Gewinn nach Steuern legte im zweiten Quartal im Vorjahresvergleich um 12% auf 1,153 Mrd. € zu, und das unverwässerte Ergebnis je Aktie stieg auf 1,33 €.
Der Free Cash Flow aus fortgeführten Aktivitäten lag im zweiten Quartal mit 1,390 Mrd. € geringfügig über dem Vorjahreswert von 1,360 Mrd. €.
Power and Gas: 11 % bis 15 %
Wind Power and Renewables: 5 % bis 8 %
Energy Management: 7 % bis 10 %
Building Technologies: 8 % bis 11 %
Mobility: 6 % bis 9 %
Digital Factory: 14 % bis 20 %
Process Industries and Drives: 8 % bis 12 %
Healthcare: 15 % bis 19 %
Financial Services: 15 % bis 20 % (Eigenkapitalrendite)