Partnerschaft zwischen Weidmüller und Fortinet besiegelt (v. l.): Sebastian Stelzer, Group Lead Product Management Industrial Ethernet (Weidmüller); Dr. Björn Griese, Head of Product Security (Weidmüller); Christian Pellkofer, Manager System Engineering OT/IoT (Fortinet), Dr. Thomas Bürger, Executive Vice President Automation Products and Solutions (Weidmüller); Roland Renner, Business Development Manager - Operational (Fortinet) auf der SPS 2024 in Nürnberg. (Quelle: Weidmüller)
„Durch Kooperationen mit Unternehmen, wie Orange Cyberdefense und Fortinet, wollen wir unseren Kunden den Zugang zu umfassender Beratung, technischen Schutzmechanismen und 24/7-Monitoring erleichtern“, erläutert Dr. Björn Griese, Security Consultant bei Weidmüller. Damit möchte das Unternehmen seine Kunden bei der Umsetzung gesetzlicher Vorgaben, wie des Cyber Resilience Act, der Maschinenverordnung und der NIS2, optimal unterstützen.
Cybersecurity gilt bei Weidmüller als fester Bestandteil der industriellen Automatisierung. Das Unternehmen ist nach IEC 62443-4-1 zertifiziert. „Wir entwickeln unsere Produkte nach dem Prinzip Secure by Design. Das heißt, wir denken Security schon von den ersten Schritten der Produktentwicklung an mit. Die ersten Geräte erfüllen bereits die Norm IEC 62443-4-2 – sind also nach dem Secure-by-Design-Prinzip entwickelt“, erklärt Dr. B. Griese. Damit integriert Weidmüller Sicherheitsfunktionen von Beginn an in Hard- und Software und ermöglicht Kunden, regulatorische Anforderungen frühzeitig zu berücksichtigen.
Partnerschaften, Schulungen & mehr
Einen besonderen Stellenwert auf dem Weg zum optimalen Security-Angebot für Kunden nehmen Partnerschaften bei Weidmüller ein. Auf der SPS 2024 wurde beispielsweise die Kooperation mit Orange Cyberdefense angekündigt. Ziel ist es, Kunden bei Risikoanalysen, beim Security Lifecycle Management und durch den Betrieb globaler Security Operation Center (SOC) zu unterstützen. „Die SOC von Orangen Cyberdefense arbeiten rund um die Uhr. Sie überwachen Systeme und Anlagen weltweit. Dadurch erkennen sie Angriffe frühzeitig und gewährleisten eine zuverlässige Abwehr“, erklärt Dr. B. Griese.
Mit dem US-amerikanischen Anbieter Fortinet arbeitet Weidmüller an der Integration von Firewalls, Netzwerksegmentierung und skalierbarer Netzwerksicherheit in industriellen Infrastrukturen. Die Lösungen sind auf die speziellen Anforderungen von OT-Umgebungen abgestimmt und unterstützen zugleich die Erfüllung internationaler Sicherheitsstandards.
Darüber hinaus kooperiert Weidmüller mit Systemintegratoren wie SF2I, um kundenspezifische Sicherheitsstrategien umzusetzen. Dr. B. Griese erläutert: „Unsere Systemintegratoren begleiten Projekte von der Konzeptphase bis zur Implementierung. Dazu bieten sie auch praxisnahe Schulungen und Workshops an.“ Diese Maßnahmen zielen darauf ab, mehrschichtige Defense-in-Depth-Konzepte zu realisieren, die physische Sicherheit, Netzwerkschutz, Monitoring und Incident Response kombinieren.
Flankierend bietet die Weidmüller Akademie modulare Trainings zur Industrial Security an. Die Seminare vermitteln Grundlagen zu gesetzlichen Vorgaben und praxisorientierte Umsetzungsstrategien. Mit diesem Angebot werden insbesondere OT-Verantwortliche, Inbetriebnehmer und Servicetechniker angesprochen.
Mit der Kombination aus zertifizierten Produkten, gezielten Schulungsangeboten und starken Partnerschaften möchte sich Weidmüller als integraler Partner für industrielle Cybersecurity positionieren. "Die Kooperationen mit Orange Cyberdefense, Fortinet und Systemintegratoren ermöglichen es, Sicherheitslösungen ganzheitlich zu denken – von der Produktentwicklung bis zum 24/7-Betrieb", berichten die Experten. Und Dr. B. Griese fasst zusammen: „Unser Ziel ist es, Industrieunternehmen zu unterstützen, ihre Anlagen nicht nur regelkonform, sondern auch langfristig resilient zu gestalten.“