Steuerungsfunktionalität vor Ort

Modbus-Übertragungseinstellungen via Web-based Management

Bild 03: Modbus-Übertragungseinstellungen via Web-based Management (Quelle: Phoenix Contact)

Das Relaissystem PLC-Interface dient als Basis der Logikmodule „PLC logic“.

Bild 04: Das Relaissystem PLC-Interface dient als Basis der Logikmodule „PLC logic“. Es bildet die leistungsstarke Schnittstelle zwischen Steuerung und Anlagenperipherie und bietet ein umfassendes Programm an kompakten, steckbaren Relais, Solid-State-Relais sowie Analogmodulen (Quelle: Phoenix Contact)

Als Standard für die Gebäudesystemtechnik wird das Modbus- Protokoll oftmals in Gewerbe- und Industriebauten verwendet. VerschiedeneGebäudefunktionenwerdenintegriert, über einen Modbus-Master an das Netzwerk angekoppelt und zum Beispiel auf einem Kontrollbildschirm im Betriebsraumvisualisiert. Mit der Anbindung an einen übergeordneten Modbus-Client verarbeitet das Logikmodul die Steuerungsfunktionalität autark vor Ort. Lediglich die für den Hauptprozess wichtigen Meldungen oder Befehle werden über das Netzwerk ausgetauscht. Der wesentliche Vorteil dieses Vorgehens liegt darin, dass die Steuerung bei einem Ausfall der Kommunikation weiterhin funktioniert, der Prozess vor Ort also nicht beeinträchtigt ist und kein Ausfall des Gesamtsystems auftritt.

Programmerstellung per Drag-and-Drop

Bei allen Logikmodulen und Steuerungen spielt das Programmier tool eine entscheidende Rolle, um die Applikations anforderung einfach und schnell zu lösen. Zur Konfiguration, Programmierung und Parametrierung des Logikrelaissystems „PLC logic“ wird die Software Logic+ eingesetzt. Mit dem Tool lässt sich das Projekt komfortabel auf dem eigenen PC entwickeln, an das angeschlossene Gerät senden und dann vomLogikmodul ausführen. Logic+ unterstützt den Anwender dabei in sämtlichen Entwicklungsphasen des Projekts – von der Projektplanung über die Konfiguration/Programmierung bis zum Programmstart. Das Projekt kann sowohl mit Kontaktplan (LD) ebenso wie mit Funktionsplan (FBD) erstellt werden. Dazu fügt der Anwender die benötigten Elemente – beispielsweise Datenelemente oder Ein-/Ausgänge – einfach per Drag-and-Drop aus der Toolbox und der Hardwarekonfiguration in das Programmarbeitsblatt ein und verbindet sie anschließend.

Die Darstellung von „PLC logic“ als Hardware-Ansicht trägt zur intuitiven Bedienung bei. Darüber hinaus lässt sich das gesamte Programm offline am PC simulieren und testen. Danachwird es auf das Logikmodul überspielt und online im laufenden Betrieb geprüft. Zu diesem Zweck überschreibt der Anwenderdieeinzelnen IO- Signale einfach in der Hardwareansicht von Logic+. Das Programm kann ebenfalls aus „PLC logic“ zurückgelesen werden, wobei alle Informationen – etwa individuelle Bezeichnungen und Kommentareder Datenelemente– erhalten bleiben. Zum Schutz vor einem ungewollten Zugriff auf die Programmierung durch Dritte lässt sich das Zurücklesen darüber hinaus generell verhindern, indem die Programmquellen nicht mit überspielt werden.

Fazit

„PLC logic“ eignet sich sowohl für kleine, in sich geschlossene Applikationen als auch als lokal laufendes Programm mit einer Vernetzung zu einer übergeordnetenSteuerung. Fernerbieten sich die Geräte als kostengünstige Remote-IO-Station zur Einbindung von analogen und digitalen Signalen an. Der IO-Mix ist beliebig kombinierbar – und das im Reihenklemmenformat mit 16 IO auf einer Baubreite von 5 cm. Die Logikmodule lassen sich vielfältig nutzen: Als Anwendungsbeispiele seien die Pumpensteuerung in der Wasser-/Abwassertechnik, als Regler für Heizungs-, Klima- und Lüftungsgeräte, als Brandschutzklappenverteiler in der Gebäudeautomation sowie als Steuerung in der Beleuchtungs-, Alarm- und Signaltechnik angeführt. Im Vordergrund steht die Kombination aus komfortablen Bausteinen der Baureihe PLC-Interface, die mit der smarten Logiksteuerung „PLC logic“ eine Einheit bilden, aus der sich viele Vorteile für die Anwender ergeben (Bild 4).

Literatur

  1. Phoenix Contact Electronics GmbH, Bad Pyrmont: www.phoenixcontact.com/plclogic
Dipl.-Ing. Udo Haumersen ist Produktmanager im Bereich Interface Components bei der Phoenix Contact Electronics GmbH in Bad Pyrmont.
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