Drei neue im Team

Die roten LPS (Lever technology service plug) sind Stecker für die Anwendung im Prüffeld

Bild 04: Die roten LPS (Lever technology service plug) sind Stecker für die Anwendung im Prüffeld (Quelle: Phoenix Contact)

Über die LPO (Lever technology pick off plug) lassen sich weitere Potentiale über den Multifunktionsschacht anschließen

Bild 05: Über die LPO (Lever technology pick off plug) lassen sich weitere Potentiale über den Multifunktionsschacht anschließen (Quelle: Phoenix Contact)

Die neuen Combi-Stecker ermöglichen den schnellen und sicheren Anschluss von Leitern mit und insbesondere ohne Aderendhülse

Bild 06: Die neuen Combi-Stecker ermöglichen den schnellen und sicheren Anschluss von Leitern mit und insbesondere ohne Aderendhülse (Quelle: Phoenix Contact)

Drei neue Produkte gibt es für das Clipline-Complete-Reihenklemmensystem von Phoenix Contact:

Der LPS – Lever technology service plug – ist ein Stecker für die Anwendung im Prüffeld. Neben der Hebel-Push-in-Anschlusstechnik zeichnet er sich durch eine versilberte Oberfläche im Bereich des Kontaktstrombalkens aus, die für die sichere und wiederholte Kontaktierung mit dem Brückenschacht sorgt. Dadurch lässt sich der Stecker häufig stecken sowie ziehen und wird der Anwendung im Prüffeld gerecht. Wie bei Equipment für Prüfanwendungen üblich hat der Stecker die Gehäusefarbe Rot. Es gibt eine anreihbare Variante, die sich einfach zu mehrpoligen Steckervarianten zusammenrastenlässt. Für das Über springen eines Pols kann eine Distanzplatte zwischen die Stecker gerastet werden. Des Weiteren gib es eine einpolige Variante, die entweder als Einzelstecker eingesetzt werden kann oder einen mehrpoligen Stecker abschließt (Bild 4).

Der LPO – Lever technology pick off plug – ist von der Gehäuseformdem LPSgleich. Seine Anwendung liegt darin, ein weiteres Potential über den Brücken schacht anzuschließen. Er kann auch eingesetzt werden, um eine flexible Brücke zwischen zwei Reihenklemmen herzustellen, die nicht neben einander oder gar auf verschiedenen Ebenen angeordnet sind. Im Bereich des Kontaktstrombalkens, der mit dem Brückenschacht kontaktiert, hat der LPO eine spezielle Kontur, die dafür sorgt, dass er einen festen Sitz im Brückenschacht hat. So wird eine dauerhafte Kontaktierung sichergestellt (Bild 5).

LPS und LPO gib es in sechs verschiedenen Größen, die den Baubreiten der Reihenklemmen entsprechen: 5,2 mm, 6,2 mm, 8,2 mm, 10,2 mm, 12,2 mm und 16 mm. Anschlussseitig sind die Stecker jeweils mit einer Kammer ausgestattet, die einen Nennquerschnitt von 2,5 mm² aufnehmenkann. Die Bemessungsspannung beträgt 800 V, der Bemessungsstrom 24 A nach Derating. Marktstart war im 2. Quartal 2023 zur Hannover Messe mit den ersten drei Baugrößen, die weiteren drei folgen im 4. Quartal 2023 zur SPS.

Der dritte „Neue“ im Programm ist der LP 2,5 Combi, ein neuer Stecker für die Reihen klemmen mit Steck anschluss aus dem Clipline-Complete-Programm (Bild 6). Er ist die logische Ergänzung des Stecker-Sortiments beiden Combi-Reihenklemmen.

Genau wie bei den Reihenklemmen bietet auch das Programm der steckbaren Reihenklemmen die gängigsten Anschlusstechnologien bei den Komponenten: Schraubtechnik,  Zugfeder-Anschlusstechnik, Schnellanschlusstechnik und Push-in-Anschlusstechnik. Im Bereich der Stecker kommt mit den LP 2,5 nun die Hebel-Push-in-Anschlusstechnik hinzu.

Wie üblich stehen individuell konfigurierbare Einzelstecker und ein- bis 15-polige, vorkonfektionierte Varianten zur Verfügung. Bei den konfigurierbaren Varianten kann der Anwender einzelne Scheiben in den Farben Grau, Blau und Grüngelb individuell zusammenstellen. Die vorkonfektionierten Stecker sind in Grau verfügbar.

Vor allem bei den Combi-Steckern kommt der Vorteil der Hebel-Technik noch einmal zur Geltung, da sich mehrpolige Leitungen einfach und schnell anschließen lassen, denn der Hebel verbleibtin der geöffneten Position, bis der Anwender die Kontakt kammer schließt. Die LP-2,5-Combi-Stecker stehen ebenfalls seit der Hannover Messe zur Verfügung.

Fazit

Ein Reihenklemmenprogramm ist ein System mit vielen Einzelkomponenten. Um bei der Verdrahtung die größte Effizienz zu erzielen, kommt es darauf an, die richtige Anschlusstechnik für die jeweilige Komponente einzusetzen. Die Hebel-Push-in-Anschlusstechnik kommt beim Clipline-Complete-Programm also bewusst dort zum Einsatz, wo sie wirklich sinnvoll ist und die Prozesse rund um das Verdrahten vereinfacht: beim Stecker.

Literatur

  1. Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg: Servicestecker LPS: www.phoenixcontact.com/de-de/produkte/reihenklemmen#ex-uk79n0, Servicestecker LPO: www.phoenixcontact.com/de-de/produkte/reihenklemmen#ex-yudik8
Reiner Busse ist Produktmanager in der BU Industrial Cabinet Connectivity bei der Phoenix Contact GmbH & Co. KG in Blomberg.
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