Im Engineering entsteht ein digitaler Zwilling als zentrale Datenbasis für alle weiteren Prozessschritte.

Bild 01: Im Engineering entsteht ein digitaler Zwilling als zentrale Datenbasis für alle weiteren Prozessschritte. (Quelle: Phoenix Contact)

Nach wie vor prägen manuelle Tätigkeiten die Prozesse vieler Schaltschrankbauer. Informationen liegen verteilt in verschiedenen Systemen, von denen viele noch nicht vollständig digitalisiert sind. Besonders papierbasierte Fertigungsunterlagen führen dabei zu erheblichen Ineffizienzen. Wichtiges Erfahrungswissen, über das ausschließlich einzelne Fachkräfte verfügen, läuft komplett an Prozessen und einer systematischen Dokumentation vorbei. Das macht die Produktion fehleranfällig, langsam und schwer skalierbar. Insbesondere in Zeiten, in denen qualifiziertes Personal schwer zu finden ist, führen diese Rahmenbedingungen zu schwerwiegenden Problemen.

Gleichzeitig steigen die Anforderungen: Kunden erwarten kürzere Lieferzeiten, eine höhere Variantenvielfalt und maximale Qualität. Um diesen Spagat zu meistern, braucht es digitale Lösungen, die nicht nur einzelne Arbeitsschritte ptimieren, sondern den gesamten Prozess intelligent vernetzen.

Durchgängige Daten vom Engineering bis zur Fertigung

Die Grundlage für effiziente, abgestimmte Prozesse ist ein durchgängiges digitales Datenmodell. Das Engineering verantwortet die Anlage und Pflege eines standardisierten, vollständigen digitalen Zwillings und stellt ihn für alle Prozessschritte konsistent bereit. Nur unter dieser Voraussetzung lassen sich Medienbrüche vermeiden, Fehler reduzieren und Durchlaufzeiten verkürzen (Bild 1). 

Leistungsfähige digitale Schnittstellen ermöglichen den Datenexport aus dem Engineering in die Fertigungsprozesse, sodass eine durchgängige Nutzung der Daten sichergestellt ist. Dabei ist ein klares Konzept erforderlich, um Daten gezielt für jeden einzelnen Schritt der Produktion bereitzustellen: so viele Informationen wie nötig – so wenig Daten wie möglich. Dieser Leitsatz ist bei der Betrachtung jedes Arbeitsschritts für eine effiziente Digitalisierung im Schaltschrankbau zu berücksichtigen.

Mit der Engineering-Software Clipx Engineer bietet Phoenix Contact [1] eine umfassende Lösung für die Planung und Bestellung von Klemmenleisten. Die Software ermöglicht die einfache Auswahl und Platzierung von Komponenten. Gleichzeitig stellt sie im Hintergrund die entsprechende Dokumentation bereit – inklusive Ergänzung passenden Zubehörs und direkter Anbindung an gängige ECAD-Systeme. Es entsteht ein digitaler Zwilling der Klemmenleiste als Datenbasis für alle weiteren Fertigungsschritte. 

1 / 2

Ähnliche Beiträge