Bild 01: Der Wago Wiring Bot reduziert den manuellen Arbeitsaufwand durch vollautomatische Leitervorbereitung sowie einseitige Verdrahtung und ermöglicht so eine effiziente Schaltschrankverdrahtung. (Quelle: Wago)
Während der Bedarf steigt, kämpft der Schaltschrankbau gleichzeitig mit einigen Herausforderungen. Erhöhter Dokumentationsaufwand, niedrige Margen, Konkurrenz aus Niedriglohnländern, alternde Belegschaft und akuter Fachkräftemangel sind entscheidende Faktoren, die den Druck auf die Schaltschrankbauer erhöhen – und effiziente durchgängige Prozesse wichtiger denn je machen.
Größte Hürden im Schaltschrankbau
Eine aktuelle Studie von Wago und Statista [2] zeigt deutlich, wo aktuell die größten Hürden im Schaltschrankbau liegen (Bild 2):
- Demnach kämpfen 83% der Unternehmen mit der Systemintegration. Der Grund: Komponenten und Softwaretools verschiedener Hersteller lassen sich oft nur schwer zu einem einheitlichen System verbinden. Des Weiteren führen unterschiedliche Protokolle, Datenformate und Engineeringumgebungen zu zusätzlichem Aufwand – sowohl bei der Planung als auch bei der Fehlersuche. Dies kostet wertvolle Zeit und macht den gesamten Engineeringprozess unnötig komplex.
- 75% sehen Herausforderungen bei der Prozessintegration. Viele Arbeitsschritte im Schaltschrankbau sind noch nicht effizient miteinander verknüpft: Planung, Materialfluss, Montage- und Verdrahtungsunterstützung laufen häufig in separaten Tools oder sogar noch komplett manuell, papiergestützt ab. Medienbrüche, doppelte Dateneingaben und fehlende Automatisierung bremsen die Effizienz und erhöhen die Fehlerquote. Die Folge: Prozesse bleiben langsam, unflexibel und kostenintensiv.
- 60% bemängeln fehlende Schnittstellen. Ohne einen durchgängigen Datentransfer verlieren Unternehmen Zeit durch manuelle Übertragungsschritte und Korrekturen. Fehlende Verbindungen zwischen CAD-Tools, Fertigungsdaten und Dokumentation erschweren zudem eine reibungslose Vorbereitung der Produktion.
- 54% sehen die hohe Individualisierung als zentrale Herausforderung. Im Schaltschrankbau gleicht kaum ein Auftrag dem anderen. Die hohe Variantenvielfalt bedeutet viele Sonderlösungen, häufig wechselnde Anforderungen und einen hohen Anteil an manuellen Tätigkeiten. Standardisierung ist schwierig – und somit steigt auch die Belastung für die Fachkräfte.
Alle Prozessschritte müssen nahtlos ineinandergreifen, damit der Schaltschrankbau effizient funktioniert. Die Bereiche Engineering, Assembling und Wiring bauen dabei direkt auf einander auf – ist das Engineering optimal vorbereitet, läuft auch das Wiring sauber und automatisiert durch (Bild 3). Genau hier setzt der Verdrahtungsroboter Wago Wiring Bot an – als wichtiger Bestandteil einer durchgängig effizienten Prozesskette von Engineering, Assembling und Wiring.