Abbildung von KI-Kontinent

Bild 01: Mit ihrem „Aktionsplan für den KI-Kontinent“ und den zu erstellenden KI-Fabriken weckt die EU Hoffnungen auf „blühende Landschaften“ auch für Hersteller von Schaltanlagen. (Quelle: Sedotec)

EU-Digitalkommissarin Henna Virkunnen erklärt: „Allein für die Förderung der fünf Gigafabriken rechnen wir mit einem Betrag von 20 Mrd. €.“ Dass es Brüssel ernst damit meint, das Rennen um die KI-Weltmacht nicht alleine China und den USA zu überlassen, belegt der jüngst vorgelegte „Aktionsplan für den KI-Kontinent“ Europa. Neben fünf Gigafabriken sollen 13 KI-Fabriken in Europa im Umfeld von bereits arbeitenden Supercomputern aufgebaut werden. Für die von der Kommission definierten fünf Schlüsselbereiche, in denen gezielt die Innovationsfähigkeit vorangetrieben werden soll, steht der Aufbau einer Rechnerinfrastruktur, die diese gewaltigen Datenmengen verarbeiten kann. Deutschland steht mit den zwei Standorten Stuttgart und Jülich ganz vorne für die Zukunftsfähigkeit des Kontinents. Das verspricht rosige Aussichten für den Schaltschrank- und Schaltanlagenbau in Deutschland.

Wachsender Endenergiebedarf erfordert effiziente Lösungen

Neben der künstlichen Intelligenz werden auch die weiteren Megatrends unserer Zeit, Dekarbonisierung, Urbanisierung sowie die allgemeine Elektrifizierung mit der E-Mobilität im Speziellen dafür sorgen, dass der Energiebedarf aufgrund wachsender Cloudlösungen, Streamingdiensten und dem Unabhängigkeitsstreben gegenüber den USA wächst. Experten prognostizieren, dass sich der Anteil der Elektrizität am Endenergiebedarf bis 2050 von heute 20 % auf 70 % steigern wird. Das fordert nicht nur ein Hochfahren bestehender Produktionskapazitäten für Schaltanlagen. Es sind vielmehr auch innovative Produkte und Lösungen gefragt.

Vor allem bei der KI mit hohem Strombedarf wird in Zukunft Nachhaltigkeit und effiziente Energieversorgung gemeinsam mit intelligentem Energiemanagement eine zentrale und entscheidende Rolle spielen. Dabei geht es nicht nur darum, Leistung zu steigern und Kosten zu senken, sondern auch um Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft. Da sind Hersteller mit modernen und innovativen Konzepten gefordert. So zählt beispielsweise Sedotec aus Ladenburg [1] zu den innovativen und dynamischen Akteuren. Als Anfang des Jahrhunderts niemand mehr einen Pfifferling auf Schaltschrankbau in Deutschland gab, haben zwei mutige Unternehmer den Betriebsteil aus einem Konzern herausgelöst und zu neuer Blüte geführt. Mit der Eigenmarke Vamocon hat Sedotec die Branche regelrecht auf den Kopf gestellt. Denn, dass man den Schalter einer Schaltanlage unabhängig vom Blech bestellen kann, war damals revolutionär.

Mehr Anlagen mit weniger Fachkräften aufbauen

Mit Vamocon 1250 und Vamocon 5000 (Bild 2) hat der inhabergeführte Mittelständler innovative Schaltanlagen als Kit-System im Sortiment, die modular, digital, energieeffizient und nachhaltig sind. Mit Vamocon 1250 fahren Betreiber – bildlich gesprochen – ein modernes Elektroauto und können über die Lebenszeit bis zu 13 t CO2 einsparen sowie einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag. Produkte anderer Anbieter böten dagegen häufig noch den „überholten Verbrenner-Standard.“ Aber vor allem sind die Anlagen benutzerfreundlich. Auch darin sieht sich Sedotec führend. Der Kunde bekomme mit teilausgebauten Schaltfeldern mit Kupfer unabhängig von der Wahl der Schaltgeräte genau das, was er braucht, so wie er es braucht, und genau dorthin, wo er es braucht.

2008 hat Sedotec Vamocon als konzernunabhängiges System für Industrie und Gebäudetechnik entwickelt, das für den Einbau von Leistungsschaltern und Sicherungsleisten von ABB, Schneider Electric, Siemens, Efen, Jean Müller und Wöhner ausgelegt ist. Es verfügt über Bauartnachweise durch unabhängige Prüfungen und gewährleistet so den normkonformen Aufbau von Schaltanlagen. Was anfangs von den Wettbewerbern milde belächelt wurde, hat sich zu einem beliebten und stark nachgefragten Konzept entwickelt. Das ist auch deshalb zukunftsfähig, weil sich rund 70 % der üblichen Aufbauzeit einsparen lässt und somit dem Fachkräftemangel entgegenwirkt.

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