Zeitenwende: Auf Qualität aus Deutschland gesetzt

Bild 02: Qualität und Zuverlässigkeit hat beim Aufbau neuer Rechenzentren eine große Bedeutung. Vamocon 5000 von Sedotec ist ein wichtiger Bestandteil. (Quelle: Sedotec)

Bild 03: Sedotec zählt zu den innovativen und dynamischen Akteuren der Branche. Im modernen Innovation-Center wird an der Energieversorgung der Zukunft gearbeitet. (Quelle: Sedotec)

Bild 04: Innovation Sedotec: Einfach zu implementierende Einspeiselösung für selbst erzeugte, erneuerbare Energie. Die bewährten, vormontierten Kit-Systeme lassen sich schnell aufstellen und anschließen. Im System sind Lösungen für die Verrechnungsmessung mit dem Netzbetreiber verfügbar. (Quelle: Sedotec)
Bemerkenswert sind jedoch nicht nur die Produkte an sich, sondern die Tatsache, dass es den Unternehmern gelungen ist, einen innovativen, qualitativ hochwertigen und wettbewerbsfähigen Schaltschrankbau erfolgreich in Deutschland zu etablieren, während andere in Billiglohnländer abwanderten. Und dass Qualität und Zuverlässigkeit vor allem beim Aufbau neuer Rechenzentren eine große Bedeutung haben, wird gerade beim Aufbau der Notstromversorgung deutlich, über die jedes Rechenzentrum verfügen muss. Denn bei der Sicherheitsstromversorgung ist als Teil der USV-Technik eine Verfügbarkeit mit Generatoren von über 99,99 % angestrebt. Das heißt pro Jahr werden nur 0,87 Stunden Ausfall der Notstromversorgung akzeptiert. „Als Hersteller, der ausschließlich in Deutschland entwickelt und fertigt, sehen wir uns hier gut aufgestellt“, ist Dirk Seiler, Geschäftsführer und Gesellschafter von Sedotec, überzeugt.
Da passt es ins Bild, dass das Unternehmen in Ladenburg ein Innovation-Center mit hochmodernen Empfangs-, Schulungs- und Arbeitsräumen eröffnet hat (Bild 3). Bezeichnend für den neuen Aufbruch auf dem alten Gelände ist die freundliche Übernahme des einstigen repräsentativen Empfangsgebäudes von ABB durch Sedotec. „Die Wiederbelebung dieses Filetstücks steht stellvertretend für die Zeitenwende im Schaltanlagenbau“, betont D. Seiler. In dem modernen Innovation-Center wird bereits an der Energieversorgung der Zukunft gearbeitet. Dazu gehören beispielsweise auch geprüfte Feldtypen für eine sichere, schnell zu installierende und nachhaltige Standardlösung zur Einspeisung selbst erzeugter regenerativer Energie, die Sedotec jüngst zur Marktreife gebracht hat (Bild 4).
Es gibt eine gesellschaftliche Verpflichtung für Innovationen
Immer mehr Unternehmen wollen sich in der Energie autark und von Preisschwankungen unabhängig machen. Zusammen mit nicht nur politisch immer stärker werdendem Druck, den CO2-Ausstoß zu senken, denken viele über die eigene Erzeugung erneuerbarer Energie nach. Schließlich fragen auch die immer schwerer zu gewinnenden Nachwuchskräfte im Bewerbungsgespräch gerne einmal nach, was das Unternehmen in Sachen Klimaschutz, Energiewende und Nachhaltigkeit konkret tut. Und da sprechen wir nicht über die Fachkräfte, die eine Schaltanlage einrichten, betreiben oder warten müssen. Nein, es betrifft jedes Unternehmen, das Fachkräfte sucht. Da kann es nicht schaden, wenn man Konkretes erzählen kann, Greenwashing wird durchschaut. Klimaschutz, Nachhaltigkeit und ressourcenschonendes Wirtschaften ist und bleibt auch deshalb eine bedeutende und gesellschaftlich ernst zu nehmende Verpflichtung für Unternehmen. Wie schön, wenn innovative Unternehmen diese Bestrebungen mit intelligenten, modernen Lösungen für Niederspannungs-Schaltanlagen unterstützen.
Schaltschrankbau mit KI: Dabei sein ist Pflicht
Dass KI für viele modern aufgestellte Unternehmen ein Auftragsbooster sein wird, ist unstrittig. Wer auch zukünftig erfolgreich sein will, muss dabei sein, wenn die EU mit dem „Aktionsplan für den KI-Kontinent“ auf die Überholspur wechselt. Weil KI auch im Schaltschrankbau selbst eine immer stärkere Rolle spielen wird, zum Beispiel vom Engineering mit intelligentem Layout bis zur digitalen Übergabe an die Fertigung, ist es für Unternehmen doppelt wichtig, sich dem Thema zu öffnen. So schließt sich nämlich der Kreis.
Die nächste Stufe mit Disruptionspotenzial klopft schon an
Und das Rennen ist damit keineswegs zu Ende: Denn mit generativer KI und Large Language Models (LLM) steht die nächste Revolution mit Disruptionspotenzial schon vor der Tür. Dann werden Roboter und Cobots sich quasi „sehen“ und „unterhalten“ und sich in semistrukturierten und dynamischen Umgebungen zurechtfinden. Strombedarf und Rechenleistung steigen weiter. Den Menschen braucht es dann nur noch, um in Berlin, Brüssel oder anderen Entscheidungsstellen die nötigen Budgets für die Förderung dafür locker zu machen.
Literatur
- Sedotec GmbH & Co. KG, Ladenburg: www.sedotec.de