CO2-neutral im gesamten Edelstahl-Schaltgehäuseportfolio bis 2026

Die Schaltschrankgehäuse SFN bestehen aus rund 50 % recyceltem Stahl und werden

Bild 02: Die Schaltschrankgehäuse SFN bestehen aus rund 50 % recyceltem Stahl und werden in einem Elektrolicht bogenofen hergestellt, der zu 100 % mit Strom aus erneuerbarer Energie betrieben wird. (Quelle: Schneider Electric)

Die modulare Bauweise der Schaltschränke mit bis zu 600 Kombinationsmöglichkeiten spart bis zu 80 % Lagerfläche

Bild 03: Die modulare Bauweise der Schaltschränke mit bis zu 600 Kombinationsmöglichkeiten
spart bis zu 80 % Lagerfläche. (Quelle: Schneider Electric)

Da die EU bis 2030 eine CO2-Reduktion von 55 % anstrebt, gewinnt auch kreislauffähiges Material wie Stahl an Bedeutung. Green Steel kann beliebig oft recycelt werden, ohne Qualitätsverluste. Das Ziel bei Schneider Electric ist bereits 2026 im gesamten Edelstahl-Schaltgehäuseportfolio CO2-neutral zu werden. Unternehmen, die auf recycelten Stahl setzen, profitieren von geringeren indirekten CO2-Kosten. Denn während fossile Brennstoffe wie Heizöl oder Gas teurer werden, entfällt bei Stahlrecycling der energieintensive Roheisenprozess – und damit ein Teil der CO2-Steuerlast. Bereits die Kooperation mit ArcelorMittal [10] 2023 für die Panelset-SFN-Gehäuse (Bild 2) war ein Leuchtturmprojekt bei Schneider Electric. Die Gehäuse bestehen aus rund 50 % recyceltem Stahl und werden in einem Elektrolichtbogenofen hergestellt, der zu 100 % mit Strom aus erneuerbarer Energie betrieben wird. Recycelter Stahl hat ein globales Erwärmungspotenzial (GWP) von circa 500 kg CO₂Äquivalent/ t und verursacht damit etwa 70 % weniger Treibhausgase als neu produzierter Stahl aus dem Hochofen (circa 2 100 kg CO₂Äquivalent/ t). Die Magnelis02 Beschichtung sichert Korrosionsschutz auch in rauen Umgebungen, während die modulare Bauweise mit bis zu 600 Kombinationsmöglichkeiten Lagerfläche bis zu 80 % einspart (Bild 3). Durch lokale Produktion in Frankreich mit kurzen Transportwegen in die DACH-Region und Verpackungen aus 70 % recyceltem Karton wird der ökologische Fußabdruck weiter minimiert.

Ob Stahl oder Kunststoff: Industrielle Nachhaltigkeit erfordert keine Kompromisse

„Die Umsetzung von Nachhaltigkeit beginnt bereits bei der strategischen Produktentwicklung. Ein durchdachter Ansatz, der die gesamte Wertschöpfungskette betrachtet, Materialien hinterfragt und die Lebensdauer und Recyclingfähigkeit eines Produkts bewertet, ist entscheidend. Nur so lassen sich Entscheidungen treffen, die sowohl ökologisch als auch für den Kunden wirtschaftlich sinnvoll sind. Auch wenn dies für uns mehr Entwicklungsaufwand oder eine längere Planungsphase bedeutet: Wir optimieren den gesamten Prozess so lange, bis sich die Synergien zwischen Qualität, Effizienz und Umweltschutz auszahlen“, schließt D. Mänche.                                                                           

Nachhaltigkeit in der Unternehmensgeschichte verwurzelt

Schneider Electric wurde 2024 von Time-Magazine [6] und Statista [7] zum nachhaltigsten Unternehmen der Welt gekürt. Im Corporate Knights-Global-100-Ranking [8] belegte der Konzern 2025 den ersten Platz und ist damit das erste Unternehmen, das diese Spitzenposition zweimal erreichte. Bereits im 19. Jahrhundert etablierten die Gründer von Schneider Electric mit Innovationen in Stahl und Maschinenbau effiziente Produktionsprozesse. Heute setzt das Unternehmen diese Tradition mit dem Nachhaltigkeitsprogramm „Schneider Sustainability Impact“-Programm (SSI) fort, strebt bis 2050 die eigene Klimaneutralität an und unterstützt Kunden aktiv bei der CO2-Reduktion. Durch innovative Energiemanagementsysteme und digitale Lösungen wie die IoT-Plattform Ecostruxure [9] wurden seit 2018 bereits über 679 Mio. t CO2 eingespart (Stand 2024), ein Wert, der die Klimabilanz vieler Industrienationen übertrifft. Durch das Zero Carbon Project verpflichtete Schneider Electric zudem mehr als 1 000 Zulieferer, ihre Emissionen bis 2025 zu halbieren. Bereits heute sind 21 % dieser Partner nach ESG-Standards zertifiziert.

Literatur

  1. Schneider Electric GmbH, Ratingen: Studie Sustainable
    Plastics: Wo steht die deutsche Wirtschaft beim nachhaltigen Umgang mit Kunststoffen?
  2. Schneider Electric GmbH, Ratingen: www.se.com/de/de
  3. Handelsblatt GmbH, Düsseldorf: https://research.handelsblatt.com
  4. Association P.E.P, Paris (Frankreich): www.pep-ecopassport.org
  5. Bureau Veritas Germany Holding GmbH, Hamburg: www.bureauveritas.de
  6. Time USA, LLC (Vereinigte Staaten): https://time.com
  7. Statista GmbH, Hamburg: https://de.statista.com
  8. Corporate Knights Inc., Toronto (Kanada): 2025 Global 100 list.
    https://www.corporateknights.com/rankings/global-100-rankings/2025-global-100
  9. Schneider Electric GmbH, Ratingen: EcoStruxure Platform.
    https://www.se.com/de/de/work/campaign/innovation/platform.jsp
  10. ArcelorMittal Germany Holding GmbH, Hamburg:
    https://germany.arcelormittal.com

 

Henning Reuschel ist Segment MarCom Manager bei der Schneider Electric GmbH in Ratingen. Henning.Reuschel@se.com
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