Die Steuerungsanlagen von Elektrotechnik Janssen für Stapelkräne in Häfen können mittels

Bild 01: Die Steuerungsanlagen von Elektrotechnik Janssen für Stapelkräne in Häfen können mittels des Drahtkonfektionierungsautomaten WT C10 von Rittal schnell und effektiv verdrahtet werden. (Quelle: Rittal)

Eigentlich war 2021 ein gutes Jahr für Elektrotechnik Janssen (ETJ) [1]. Am Container-Terminal Burchardkai im Hamburger Hafen stand die nächste Ausbaustufe eines Großprojekts an: Steuerungsanlagen für zwölf neue Stapelkräne inklusive Anbindung an die land- und wasserseitige Abfertigung (Bild 2). Dazu kamen große, parallel zu bearbeitende Schaltanlagenprojekte für die lokale Industrie. Eine Situation, von der jedes Unternehmen träumt – wenn genug Mitarbeiter da sind, um die Projekte zu stemmen.

Doch wie vielerorts ist auch im niedersächsischen Norden ham der Fachkräftemangel zu spüren. Christian Diekmann, Betriebsleiter bei ETJ, erklärt (Bild 3): „Wir haben in dieser Phase gesehen, dass wir einen signifikanten Engpass haben und gegensteuern müssen, um am Markt erfolgreich zu bleiben. Dass der größte Zeitfresser die manuelle Drahtkonfektionierung war, wurde schnell klar.“

Zeitfresser manuelle Drahtkonfektionierung

Zur Lösung dieses Problems kam schnell der Drahtkonfektionierungsvollautomat Wire Terminal WT C von Rittal [2] in Betracht. Mit der Engineering-Software von Eplan [3] hatte man bei ETJ bereits seit über 20 Jahren Erfahrung, und das Gesamtkonzept hinter dem Vollauto maten überzeugte C. Diekmann: „Der Drahtkonfektionierungsautomat bot alles, was wir brauchten. Zudem decken Rittal und Eplan mit dieser Lösung alle Schnittstellen ab, sodass wir keine Konverter zwischenschalten müssen – das ist sehr durchdacht.“

Trotz aller Vorteile stand damit für ETJ allerdings auch die größte Investition der Firmengeschichte im Raum. C. Diekmann startete die Überzeugungsarbeit sowohl im Management als auch im Team. „Eine solche Umstellung greift tief in die Prozesse ein, da müssen alle an einem Strang ziehen“, so der Betriebsleiter. Es wurden Videos gezeigt, Muster begutachtet und Argumente geliefert: „Wir haben unseren langjährigen Mitarbeitern erläutert, dass die Verdrahtung als Tätigkeit bleibt, sie aber von der zeitaufwendigen Konfektionierung der Drähte entlastet werden – also zum Beispiel die Kunststoffschiebehülsen als Beschriftung nicht mehr anbringen müssen. Das ist ein Job, den niemand gerne erledigt.“

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