Die Nutzung von KI

Twincat Chat erschließt die neuen Chatbot-Möglichkeiten für das Steuerungsengineering.

Twincat Chat erschließt die neuen Chatbot-Möglichkeiten für das Steuerungsengineering. (Quelle: Beckhoff)

Twincat 3 CNC Milling Base erleichtert als umfangreiches Zyklenpaket mit parametrier- und wiederverwendbaren Bausteinen die Programmierung von Bohr- und Fräsmaschinen.

Twincat 3 CNC Milling Base erleichtert als umfangreiches Zyklenpaket mit parametrier- und wiederverwendbaren Bausteinen die Programmierung von Bohr- und Fräsmaschinen. (Quelle: Beckhoff)

H. Beckhoff berichtet über die fortlaufende Verbesserung der Integration von Large Language Models (LLM) wie ChatGPT in Twincat. Dies eröffnet auch neue Anwendungsbereiche: Zum Beispiel können damit nun automatisiert Twincat-HMI-Projekte erstellt werden. Die Benutzerfreundlichkeit und die Features für SPS-Programmierer wurden erheblich verbessert. H. Beckhoff erläutert: „Wir haben die Integration von ChatGPT ins Engineering weiter optimiert und verfeinert.“

Er betont, dass das Ergebnis einer ChatGPT-Antwort maßgeblich von der Formulierung der Frage abhängt, was als „Prompt Engineering“ bekannt ist: „Es geht darum, gezielte Informationen in die Fragestellung einzubinden. Um unseren Anwendern dies zu erleichtern, haben wir vorformulierte Kommandos und Fragen in ChatGPT integriert.“ Dieser Ansatz wird kontinuierlich weiterentwickelt.

Speziell für den Bereich Machine Learning wird der Ultra-Kompakt-Industrie-PC C6043 mit modernsten Intel-Core-Prozessoren sowie einer externen, ab Werk bestückten GPU/Grafikkarte mit hochparallelisierenden GPU/Grafik-Chips ausgestattet. H. Beckhoff unterstreicht: „Damit können sehr komplexe KI-Aufgaben realisiert werden, unsere Lösung mit GPU ist ca. 18-mal schneller als ein herkömmlicher Windows-Rechner.“

Schaltschranklose Automatisierung: Muster nun in der Auslieferung

„Bezüglich unseres MX-Systems für die schaltschranklose Automatisierung präsentieren wir auf der diesjährigen Messe den dreireihigen Systemaufbau mit einer entsprechenden Baseplate als Basis“, informiert H. Beckhoff. Zu den spezifischen Funktionsmodulen gehören der Hauptschalter mit einer Einspeisung von bis zu 125 A, das Versorgungsmodul mit 600 V DC und bis zu 40 A sowie das Achsmodul mit einem Nennstrom von 28 A. „Auf der Messe demonstrieren wir, wie sich u. a. ein großer Schaltschrank in mehrere MX-Systeme aufteilen lässt“, hebt er hervor. „Bereits im Verlauf dieses Jahres haben wir die Integration von Pneumatik-Modulen von SMC und Festo sowie 48-V-Netzteile mit 40 A und Anschlüssen für AMI, XTS und Atro vorgestellt“, fügt er hinzu. „Wir freuen uns außerdem, dass wir nun Muster unseres Schaltschrankersatzsystems an Kunden ausliefern können“, betont H. Beckhoff. „Insbesondere die gerade beendete Messe EMO hat erneut das große Interesse an diesem System verdeutlicht. Auch Werkzeugmaschinenhersteller verstehen diesen disruptiven technologischen Fortschritt und wissen, was er für ihre Maschinen bedeuten kann.“

IPC im Zentrum der Philosophie von PC-based Control 

Industrie-PC in den unterschiedlichen Formfaktoren fungieren, gemeinsam mit der verwendeten Software, als Herzstück vielfältiger Automatisierungsaufgaben, wie die Steuerung von Maschinen, Prozessen und Logistikanlagen, die Vernetzung von Anlagenteilen, die Datenerfassung und die Bildverarbeitung. Die IPC-Company Beckhoff stellt Industrie-PC und Panel-PC für alle Einsatzgebiete zur Verfügung. Wahrscheinlich kein anderes Unternehmen bringt in dieser Konsequenz ständig Neuheiten für Industrierechner auf den Markt. Dies gilt auch für das Jahr 2023.

H. Beckhoff startet seine Liste der IPC-Neuheiten mit einer vielversprechenden Ankündigung: „Mit der Einführung der neuen CPU-Generation auf den Intel-Atom-Elkhart-Lake-Motherboards werden wir die Leistungsfähigkeit kompakter Embedded-PC erheblich steigern.“ Diese Motherboards werden fortan als Standard für kleine Steuerungen dienen und Elkhart Lake wird die neue Atom-Plattform für CX, IPC und MX sein. Es wird erwartet, dass die Leistungssteigerung im Vergleich zu Apollo Lake bei 20 % bis 30 % liegt. Diese Rechner werden über zwei oder vier Kerne verfügen und eine erheblich verbesserte Grafik bieten.

Im Bereich IPC wird die schrittweise Einführung der nächsten CPU-Generationen Anfang 2023 abgeschlossen sein. Bis Ende 2023 werden nahezu alle IPC und Panel-PC mit einer neuen Motherboard-Generation ausgestattet sein.

Ein besonderes Highlight ist die Speed-Shift-Technologie, die für alle IPC mit Core-i-CPU der 11. bis 13. Generation verfügbar ist. „Speed Shift ermöglicht es, einen oder sogar zwei Prozessorkerne in Echtzeit von ihrem Grundtakt auf die sogenannte Turbo-Taktfrequenz umzuschalten“, berichtet der studierte Physiker. „Dies ist ein wirklich gutes Merkmal unserer Produkte. Das Ergebnis ist die Möglichkeit, einzelne schnelle Programme auf dem entsprechenden Kern auszuführen.“

Die kompakte Industrie-PC-Baureihe C60xx wird durch das Model C6043 erweitert, das nicht nur mit CPU der 12. und 13. Generation ausgestattet, sondern auch einen MXM-Slot zur Integration entsprechender GPU/Grafikkarten erhalten wird. Das Ziel ist es, bereits ab Werk GPU/Grafikkarten zu integrieren, was insbesondere Machine-Learning- und XPlanar-Anwendungen zugutekommt. Der Unternehmensinhaber hebt hervor: „Die C6040/43-Baureihe zeichnet sich durch äußerste Performance in sehr kompakter Bauform mit einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis aus. Highspeed für den anspruchsvollen Industrieeinsatz!“

Darüber hinaus wird mit Oktober die Serienproduktion der Embedded-PC CX5620 mit einer 2-Kern-AMD-R1000-CPU mit 1,2 GHz sowie CX5630 mit einer 2-Kern-AMD-R1000-CPU mit 2 GHz gestartet. Diese Embedded-PC positionieren sich preislich und leistungstechnisch oberhalb der Atom-Serien und nahe am CX2033, wie H. Beckhoff einordnet.

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