Sicheres und skalierbares Laufzeitsystem
Das Laufzeitsystem von Ubique ist sowohl sicher als auch hochskalierbar. Es verfügt über einen Kern für harte Echtzeit mit einer Zykluszeit von unter 1 ms im RTOS sowie einen Kern für Nichtechtzeit weniger zeitkritische Anwendungen im Bereich von über 10 ms.
Diese Flexibilität wird durch eine effiziente Core-to-Core-Kommunikation und die Möglichkeit, die CPU-Kernkonfiguration je nach Anforderung von zwei bis hin zu beliebig vielen CPU-Kernen anzupassen, gewährleistet. „Unsere Lösung ermöglicht eine freie Wahl des Hardwareanbieters durch Virtualisierung“, setzt der Automatisierungsexperte fort. Darüber hinaus besteht der volle Zugriff auf das Feldbus-Ökosystem mit Antrieben, IO, Kameras, Sensoren und anderes. „Im ersten Schritt setzen wir konsequent auf Ethercat, da dieses System die größte Verbreitung hat und selbst den Anschluss von Siemens-Antriebssystemen wie Sinamics ermöglicht.“
Ubique stelle eine zentrale Verwaltung von Sicherheitsartefakten zur Verfügung und unterstützt eine Vielzahl von Safety-Funktionen, wie E-Stop, Lichtgitter und kinematische Strukturen bis zu den höchsten Sicherheitsstandards PL e nach DIN EN ISO 13849-1 und SIL3 nach IEC 61508. Die Software ist darauf ausgelegt, Sicherheits- und Realtime-Anforderungen in der Automatisierung zu kombinieren, was besonders für sicherheitskritische Anwendungen in der Industrie von Bedeutung ist.
Safety Controller werden über Ethercat FSoE (FSoE = FailSafe over Ethercat) eingebunden. So lassen sich steuerungs- und die sicherheitsrelevanten Informationen in einem System übertragen. „Erfolgreich getestet wurde das bisher mit Controllern von BBH und von Bihl+Wiedemann“, verrät K. H. Mayer.
Für HMI wird webbasierte Technologie genutzt, die sofort einsatzbereit ist. „Einheitensystem, Alarmmonitoring sowie Sprachumstellung gehören zum Standard“, fügt der Manager an. Die bestehende Basis an Standardkomponenten kann mit Open-Source-Community-Funktionen ergänzt werden. Für eine sichere Kommunikation sorgen OPC UA und Webschnittstellen. Das responsive Design ermöglicht es, mit jedem Browser sowie Gerät zusammenzuarbeiten. „Auch lassen sich andere HMI-Lösungen problemlos einbinden“, betont K. H. Mayer.
Die Software bietet umfassende Diagnose- und Monitoring-Funktionen, die ein einheitliches System für Überwachung, Debugging, Tracing und andere diagnostische Aufgaben bereitstellen. Dies ermöglicht eine schnelle Fehlererkennung und -behebung sowie eine kontinuierliche Überwachung der Systemleistung, was die Betriebszeit maximiert und Ausfallzeiten minimiert.
Fazit
Frei skalierbare Lösung hebt sich durch ihre Flexibilität, die Nutzung moderner Technologien und die Integration umfassender Sicherheits- und Engineering-Funktionen ab. Die Lösung nutzt cloudbasierte ODE zur Nutzung von Maschinen- und Clouddiensten. Motion und funktionale Sicherheit werden in harter Echtzeit ausgeführt. Mit Python- und JavaScript-basierter Prozesssteuerung, digitalem Zwilling sowie Visualisierung als modulare Services stehen Werkzeuge zur Verfügung, um die Produktivität zu steigern, die Systeme zu optimieren und sich auf die Zukunft der Industrie 4.0 vorzubereiten. Ältere Windows-basierte Software kann in separaten Kernen isoliert betrieben werden. Dazu kommt die freie Wahl der Steuerungs- und Feldbushardware. Mit Ubique können Unternehmen sicher sein, eine skalierbare, sichere und effiziente Lösung für ihre Automatisierungsanforderungen zu haben.
Dieser ganzheitliche Ansatz und die fortschrittliche Technologie von Ubique bieten den Anwendern zahlreiche Vorteile in der zunehmend digitalen und vernetzten Welt der industriellen Automatisierung.
Ubique wurde am 15. 10. 2024 erstmalig einem breiteren Publikum vorgestellt. Die Aufzeichnung des Launch Events ist unter www.ubique.cloud abrufbar. Mehr Anwendungsbeispiele mit Ubique gibt es auf der SPS-Messe in Halle 4, Stand 383 (MTA GmbH) und Halle 3C, Stand 361 (AVM Engineering AG als Eaton Partner).


