Herausforderungen in der Tiernahrungsproduktion

Jumo beliefert Fessmann mit Komponenten zur Temperaturmessung sowie dem Automatisierungssystem Jumo variTRON 500 (Bild links). Gesellschafter Uli Fessmann und Geschäftsführer Denis Gabriel freuen sich, dass die Sticks aus ihren Öfen bei den Vierbeinern so gut ankommen (Bild rechts). (Quelle: Jumo/Heiko Potthoff)

Jumo beliefert Fessmann mit Komponenten zur Temperaturmessung sowie dem Automatisierungssystem Jumo variTRON 500 (Bild links). Gesellschafter Uli Fessmann und Geschäftsführer Denis Gabriel freuen sich, dass die Sticks aus ihren Öfen bei den Vierbeinern so gut ankommen (Bild rechts). (Quelle: Jumo/Heiko Potthoff)
Die Herstellung von Hundenahrung umfasst ein breites Produktspektrum – angefangen bei Snacks und Belohnungsartikeln über Trockenfutter bis hin zu Nassfutter. „Die Zeiten, in denen man Hunde mit Essensresten oder Schlachtabfällen gefüttert hat, sind schon lange vorbei“, sagt D. Gabriel.
Da jede Produktvariante unterschiedliche Anforderungen an den Produktionsprozess mit sich bringt, stellt diese Vielfalt die Anlagen von Fessmann vor besondere Herausforderungen. Für jedes Produkt muss die Anlage entsprechend konfiguriert und überwacht werden. Die liegende Position vieler Produkte während der Trocknung erschwert diesen Prozess zusätzlich. Eine detaillierte Steuerung dieses Prozesses ist deshalb entscheidend, um eine gleichmäßige Trocknung und eine hohe Produktqualität zu gewährleisten.
Ein wichtiger Qualitätsfaktor in der Tiernahrungsherstellung ist der sogenannte aW-Wert (Wasseraktivität). Dieser Wert gibt an, wie viel Wasser in einem Produkt verfügbar ist, was direkt die Haltbarkeit und die mikrobiologische Sicherheit beeinflusst. „Der aW-Wert unterliegt strikten Vorgaben und muss im Produktionsprozess präzise überwacht und eingestellt werden, um die gewünschten Qualitätsanforderungen zu erfüllen“, führt D. Gabriel aus.
Eine weitere Herausforderung besteht in der Ressourcenschonung: Nachhaltigkeit ist in der modernen Pet-Food-Produktion ein zentrales Thema. Es wird zunehmend darauf geachtet, dass die Prozesse ressourceneffizient und wirtschaftlich gestaltet werden, ohne dabei die Qualität der Produkte zu beeinträchtigen.
Sobald die Snacks den Fessmann-Ofen verlassen haben, werden Distributoren unterschiedlicher Größe beliefert. Diese liefern wiederum nach dem jeweiligen Vertriebskonzept an Händler oder direkt in den OEM-Markt.
Die passende technische Unterstützung
Die Herstellung von Hundenahrung ist eine technologische Herausforderung, die durch den Einsatz moderner Anlagen und die Entwicklung maßgeschneiderter Prozesse gemeistert wird. Die gleichmäßige Trocknung der Produkte, die Steuerung von Temperatur, Luftzufuhr und Feuchtigkeit sowie die Einhaltung hoher Qualitätsstandards sind entscheidende Faktoren. Dazu setzt Fessmann auf Komponenten aus dem Haus Jumo, zum Beispiel Jumo variTRON 500 als Steuerungskomponente sowie Widerstandsthermometer und Thermoelemente, um die eigenen Öfen optimal zu betreiben. Jumo variTRON 500 ist modular aufgebaut und hochskalierbar. Grundlage bildet die Hardwareplattform Jumo Jupiter und eine flexible Softwarearchitektur. Als Programmierumgebung der SPS kommt die Codesys PLC zum Einsatz. Die wichtigsten Eigenschaften sind:
- hohe Geschwindigkeit,
- gleichzeitiger Betrieb von bis zu 120 Regelkreisen,
- Prozessdatenaufzeichnung von bis zu 240 Kanälen und 20 Chargen,
- moderne Kommunikationsschnittstellen, zum Beispiel OPC UA und MQTT,
- Integration von verschiedenen Bussystemen, wie Profinet, Ethercat und Modbus TCP/RTU, sowie
- einfache Integration neuer Softwarefunktionen via Codesys Store.
Damit hat Fessmann die passende technologische Basis für seine Pet-Food-Produkte im Einsatz.
Der Hund will unwiderstehliche Snacks
Abschließend stellt D. Gabriel heraus: „Der beste Freund des Menschen ist der Hund. Und für diesen sollen schließlich unwiderstehliche Snacks herauskommen. Da kann man sich schon mal ins Zeug legen. Pfote drauf.“
www.jumo.de