Der nächste Schritt auf dem Weg zur vernetzten ­Produktion

Abbildung der Programmiersoftware SafePLC2 von Schmersal

Mit der Programmiersoftware „SafePLC2“ kann der Anwender bei ­jedem einzelnen ­Sicherheitsschaltgerät den Sollwert für die Lebensdauer festlegen (Quelle: Schmersal)

Die Nutzung des weltweit nutzbaren OPC-UA-Standards (IEC 62541) sorgt für Interoperabilität zwischen Produkten verschiedener Hersteller und bietet den Anwendern von Maschinen und Anlagen einen echten Mehrwert. Ihnen stehen zusätzliche Informationen zur Verfügung, die unter anderem die Voraussetzung für eine verbesserte Produk­tionssteuerung oder eine effizientere Instandhaltungsplanung schaffen. Außerdem können beispielsweise die Kennwerte von Produkten eingesehen und deren Dokumentationen oder Betriebsanleitungen im Servicefall schnell hochgeladen werden. Damit entfällt das Suchen in Ordnern und Wartungsunterlagen, was gerade bei Störungen und ungeplanten Stillständen ein Vorteil ist, weil die „Downtime“ minimiert wird.

Zudem eröffnen diese Daten – wenn sie intelligent genutzt und zum Beispiel von übergeordneten MES-Lösungen, CRM-oder ERP-Systemen ausgewertet werden – die Tür zu neuen Geschäftsmodellen. Das gilt nicht nur für die Anwender der Maschinen und Anlagen, sondern auch für deren Hersteller, die auf der Basis der Daten neue Serviceleistungen anbieten können.

Zukunftsgerichteter Kommunikationsstandard – auch für die Prozessindustrie

Aus diesen Gründen ist OPC UA aus Sicht von Schmersal die erste Wahl, um das eigene Produktportfolio Indus­trie-4.0-tauglich zu machen. Die integrierte Schnittstelle für die Sicherheitssteuerung soll den Anwendern der Protect PSC1 ­Planungssicherheit bei der Entwicklung neuer Maschinengenerationen bieten. Denn die Vernetzung von Maschinen wird sich ebenso zuverlässig weiter durchsetzen wie die Generierung und Übermittlung von Daten aus den Maschinen und ­Anlagen. Auch aus diesen Gründen drängen gerade große Produktionsunternehmen auf die verbindliche und hersteller­übergreifende Einführung von OPC UA.  

Die Diskussion um Industrie 4.0 sorgt dabei für zusätzliche Schubkraft. Zum Beispiel erarbeiten aktuell 15 Fachgruppen im VDMA anwendungsspezifische „OPC Companion Spezifikationen“, das heißt standardisierte Daten und Schnittstellen für einzelne Anwendungsbereiche, wie Robotik und industrielle Bildverarbeitung. Zudem wurde kürzlich bei der OPC Foundation eine eigene Arbeitsgruppe für „Funktionale Sicherheit“ ins Leben gerufen. Alles deutet darauf hin, dass sich OPC UA als Kommunikationsstandard für die digitalisierte Produk­tion weiter durchsetzen wird.

lrich Bernhardt, Schmersal
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