Ein Tool für Predictive Maintenance

Optoelektronische Schutzeinrichtungen sind in der Industrie weit verbreitet. Die von ihnen generierten betriebsmäßigen Daten lassen sich über OPC UA unter anderem an übergeordnete Leitwarten weitergeben (Quelle: Schmersal)
Einige Beispiele aus dem Bereich der Predictive Maintenance verdeutlichen die konkreten Vorteile der Sicherheitssteuerung mit integriertem OPC-UA-Server. Im Sinne der vorausschauenden Wartung zeigt das System dem Anwender an, dass Sensoren bzw. Aktoren eine bestimmte Anzahl von Schaltzyklen und damit das Ende ihres Lebenszyklus erreichen. Diese Schaltgeräte können dann gezielt ausgetauscht werden. Die Grenzen hierfür legt der Anwender mit der Programmiersoftware „SafePLC2“ fest.
Das gleiche gilt für verschleißbehaftete elektromechanische Sicherheitsschaltgeräte, deren MTTFd-Wert (Mean time to dangerous failure) gemäß EN ISO 13849-1 über den B10d-Wert (nominale Lebensdauer bis zum gefährlichen Ausfall) berechnet werden muss. Hierzu gibt es einen T10d-Wert, der den Zeitpunkt für den vorbeugenden Austausch angibt und der bei 10 % des MTTFd-Werts liegt.
Die Protect PSC1 mit integriertem OPC-UA-Server kann diesen Zeitpunkt anzeigen. Als Grundlage wird dabei die tatsächliche Anzahl der Schaltzyklen verwendet und nicht die rechnerische Annahme, die der Konstrukteur der Maschine im Rahmen der Risikoanalyse und Gefährdungsbeurteilung ermittelt hat. Das hat aus Anwendersicht den Praxisvorteil, dass die jeweiligen Sicherheitsschaltgeräte erst zum tatsächlich erforderlichen Zeitraum ausgetauscht werden und somit länger im Einsatz sind.