Auf Kurs zum Lösungsanbieter

Abbildung von Melfa‑Roboter

Melfa‑Roboter übernehmen immer öfter die Rolle des Assistenten (Quelle: Mitsubishi Electric)

Abbildung von Hartmut Pütz

Hartmut Pütz ist Präsident Factory Automation für EMEA bei Mitsubishi Electric (Quelle: Mitsubishi Electric)

Einen Corona-bedingten Technologieschub erwartet H. Pütz ebenso für die Robotik. „Um Social Distancing zu ermöglichen, werden in der Produktion vermehrt kollaborative Roboter eingesetzt.“ Die Besonderheit bei Mitsubishi Electric ist, dass der angebotene Cobot zusätzlich auch für High-Speed-Applikationen eingesetzt werden kann.

„Unser nächster Schritt ist nun, dass Roboter auch Code-free programmiert werden können, damit auch Nichtspezialisten unsere Roboter flexibel einsetzen können“, betont H. Pütz. „Damit wird die Hemmschwelle für den Einsatz noch mal gesenkt. Einen ersten Piloten mit Zero Code gibt es bereits.“ Er ist sich sicher, dass so viele neue Anwendungsgebiete erobert werden und nennt als Beispiel das Be- und Entladen von Werkzeugmaschinen. „Bisher wurde hier der Programmieraufwand für den Robotereinsatz gescheut.“

Roboter in Kombination mit linearen Transportsystemen e rmöglichen intelligente Materialflusskonzepte. Damit werden E-Commerce-Anbieter unterstützt, um noch schneller ausliefern zu können. „Auch dies ist eine Auswirkung von Corona“, ergänzt H. Pütz.

Vermehrt entstehen neue Data Center, um die Flut der Daten verarbeiten zu können. „Für Rechenzentren bieten wir komplette Lösungen für die gesamte Infrastruktur bestehend aus Automatisierungs- und Energieverteilungskomponenten“, setzt er fort. „Dies schließt die Kühlung, USV, Monitoring & Control sowie die Energieverteilungskomponenten auf sämtlichen Spannungsebenen mit ein – alles aus einer Hand.“ Mit einem Partner wurde eine Lösung entwickelt, mit der Solarstrom direkt für Rechenzentren nutzbar gemacht wird. Damit lässt sich die Stromentnahme aus dem öffentlichen Netz deutlich reduzieren.

Mitsubishi Electric entwickelt sich mit diesen Angeboten immer deutlicher von einem Komponenten- zum Lösungsanbieter. „Allein mit Hardware lassen sich kaum noch Alleinstellungsmerkmale herausarbeiten“, unterstreicht H. Pütz. „Vielmehr geht es darum, die Automatisierungskomponenten gepaart mit Branchen-Know-how so zu kombinieren, dass dem Kunden Wettbewerbsvorteile verschafft werden.“ Im Rahmen der e-F@ctory Alliance bindet Mitsubishi Electric daher die Expertise und Komponenten von seinen Partnern ein und baut das Angebot damit nochmals signifikant aus. „Kein Anbieter kann heute komplexe Herausforderungen ganz allein meistern“, schließt er ab. „Wir bündeln unsere Technologien intelligent und schaffen Lösungen für zahlreiche, und nicht nur von der Corona-Pandemie getriebene, Anforderungen.“

Ronald Heinze
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