Auch im fünften Jahr nach ihrer Gründung verzeichnet die UniversalAutomation.Org (UAO) Mitgliederwachstum: HPE und die Clemson University sind jüngst hinzugekommen. (Quelle: UAO)
Die unabhängige Non-Profit-Organisation UniversalAutomation.Org (UAO) verfolgt das Ziel einer offenen, softwaredefinierten Automatisierung. Darin unterstützen sie nun auch HPE und die Clemson University. Die Clemson University ist eine auf technische Fachbereiche spezialisierte, öffentliche Forschungs- und Ausbildungseinrichtung aus South Carolina. Mit ihrem Beitritt ist erstmals eine akademische Institution aus den USA in der Organisation vertreten. Darüber hinaus wird mit dem US-Konzern HPE das Ökosystem in den Bereichen IT/OT-Infrastruktur und digitale Transformation erweitert.
„Es freut mich sehr, HPE und die Clemson University als Mitglieder willkommen zu heißen“, betont UAO-President Benoît Thooris. „Diese jüngsten Zuwächse und die inzwischen mehr als 110 UAO-Mitglieder aus Wissenschaft und Wirtschaft machen deutlich, dass das Interesse an offener, softwaredefinierter Automatisierung in allen Regionen der Welt – nicht zuletzt in den USA – so groß ist wie nie. Immer mehr Unternehmen und Institutionen verstehen, dass es nur auf Basis einer wirklich herstellerunabhängigen Automatisierung möglich ist, das volle Potenzial von Digitalisierung und KI für den Betrieb zukunftsfähiger und klimafreundlicher Industrie zu nutzen.“
Enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft
Gegründet wurde die UAO im Jahr 2021 von neun Unternehmen. Sie fördert den engen Austausch zwischen Universitäten wie der Clemson University und Industrieunternehmen sowie anderen Forschungseinrichtungen. Zudem stellt sie ein vollständiges Lehrprogramm („Curriculum“) zur Verfügung, das akademische Einrichtungen für die Vermittlung eines herstellerunabhängigen Automatisierungsansatzes nach IEC 61499 nutzen können.
„Wir freuen uns sehr über die Mitgliedschaft bei UniversalAutomation.Org, weil sie uns hilft, sowohl die Ausbildung junger Ingenieure als auch unsere Forschungstätigkeiten und Industriekollaborationen im Bereich Smart Manufacturing weiterzuentwickeln“, erklärt Saeed Farahani, Ph.D., Assistenzprofessor an der Fakultät für Maschinenbau und Fahrzeugtechnik der Clemson University und stellvertretender Direktor des Clemson Composites Center. „Die von UAO angestrebte offene Automatisierung ebnet den Weg zu flexibleren, skalierbaren und innovativeren industriellen Systemen. Wir freuen uns darauf, einen Beitrag zu diesem wachsenden globalen Ökosystem zu leisten.“
Wachsende Nachfrage nach offener, softwaredefinierter Automatisierung
Auch die Zahl bekannter Industrieunternehmen im UAO-Netzwerk nimmt weiter zu. Mit HPE gewinnt die Organisation einen globalen Enterprise-Technology-Anbieter, der Lösungen für KI-, Cloud- und Netzwerk-Infrastrukturen bereitstellt.
„Interoperabilität, Flexibilität und IT/OT-Konvergenz sind heute zentrale Anliegen und wir sehen eine starke Nachfrage nach offener, softwaredefinierter Automatisierung“, erklärt Thomas Elsholz, Distinguished Technologist for OEM Compute bei HPE. „Daher ist der Beitritt zu UAO ein konsequenter nächster Schritt. Mit unserer Server-, Storage- und Netzwerkinfrastruktur und unseren globalen Services bieten wir eine Grundlage für offene Automatisierung nach IEC 61499. So unterstützen wir unsere Kunden dabei, Innovationen schneller voranzutreiben, Abhängigkeiten von einzelnen Herstellern zu reduzieren und zukunftssichere sowie wiederverwertbare Architekturen aufzubauen. Gleichzeitig fördert die UAO-Mitgliedschaft die Zusammenarbeit mit führenden Vertretern aus Industrie und Wissenschaft und stärkt das Ökosystem der offenen Automatisierung.“
Der SDA-Beitrag der UAO
Für ihre Mitglieder aus Industrie und Wissenschaft stellt die UniversalAutomation.Org eine als Guarded Source verwaltete unabhängige Automatisierungsschicht („Automation Layer“) für OT-Komponenten zur Verfügung. "Anders als Ansätze wie NOA oder OPC UA ermöglicht diese Herangehensweise eine grundlegende Trennung von Automatisierungshardware (SPS) und -software. Dadurch entstehen die Voraussetzungen für offene, softwaredefinierte und flexiblere Automatisierung, etwa auf Basis von IEC 61499. Einmal mit diesem Ansatz erstellter Code kann anbieterübergreifend wiederverwendet und dezentral auf verschiedenen OT-Komponenten aufgespielt werden. Zudem sind die Lebenszyklen von Hardware und Software klar voneinander entkoppelt, was insbesondere die Integration neuer Systeme sowie spätere Migrationen vereinfacht", heißt es aus den Reihen der UAO.