Anwender maximal unterstützen

Touch Panels 600: Ästhetisches Design mit dem Plus an Leistung (Quelle: Wago)
Betrachtet man die Wertschöpfungskette, sind es laut Dr. T. Holm viele Systemintegratoren, die Wago-Produkte zu einer fertigen Kundenlösung veredeln. Es geht also darum, die Partner so zu unterstützen, dass sie in der Lage sind, einfacher und schneller bessere Kundenlösungen zu entwickeln. Gerade hier sieht er einen Vorteil von Technologien, wie Docker oder Kubernetes.
„Mit Docker lassen sich auch vorgefertigte Lösungen nutzen. Dabei ist die Idee, durch vorgefertigte Lösungen den Grad an Wiederverwendung zu erhöhen, nicht neu“, berichtet Dr. T. Holm. „Allein für unser Engineering-Tool ‚e!Cockpit‘ halten und pflegen wir etwa 300 verschiedene Bibliotheken. Es geht aber um die Notwendigkeit, die Steuerungslogik durch andere Algorithmen und Applikationen zu ergänzen.“ Per Docker-Container können zum Beispiel Datenbanken oder moderne Frontends eingefügt werden – auch Python-Anwendungen aus dem Bereich Machine-Learning gehören dazu.
„Eine der beliebtesten Applikationen ist Node-Red, eine von IBM entwickelte grafische Programmierlösung, die jetzt in der Linux Foundation zuhause ist und durch eine große Community weiterentwickelt wird“, erläutert Dr. T. Holm. „Mit Node-Red lassen sich lokal viele Applikationen entwickeln, die oft als Bindeglied zwischen Steuerung und anderen Applikationen verwendet werden.“ Aus seiner Sicht ist es dabei wichtig, einen engen Dialog mit dieser und anderen Communities zu pflegen und dabei die Wago-Partner zu befähigen, mit diesen Technologien an den Markt zu gehen und in ihren jeweiligen Wettbewerbssituationen besser agieren zu können. „Zukünftig nutzen auch unsere Control Panels die Linux-Plattform und enthalten die Docker-Technologie“, ergänzt der Technologieexperte. Auch das ist eine Neuheit auf der Hannover Messe.
In der industriellen Zukunft werden Bestell- und Produktionsprozesse immer mehr digitalisiert sowie automatisiert. Das Ziel: Durchgängigkeit und Datentransparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette, um so Kosten und Zeiten zu senken sowie unnötigen Mehraufwand zu vermeiden. Zur Unterstützung dieser horizontalen Integration bietet Wago mit Smartdata-Engineering eine Lösung, die den Anwender von der Planung über das Engineering bis hin zur Inbetriebnahme unterstützt. „Die Smart-Data-Applikation wird immer weiter ausgebaut“, so Dr. T. Holm. „Die Integration in verschiedene Elektrokonstruktionswerkzeuge, wie Eplan und WSCAD, ist problemlos möglich. Durchgängigkeit ist daher immer gegeben. Ziel ist es, das Wago-Portfolio allen Kundenschnittstellen zugänglich zu machen, auch um einfache Integration in den Bestellvorgang zu ermöglichen.“
R. Schmutte ergänzt: „Unser Engineeringsystem ‚e!Cockpit‘ ermöglicht sowohl den Ex- wie auch den Import von Daten des E-CAD-Systems. Es kann also zum Beispiel die Variablendefinition aus dem CAD für die Steuerung genutzt werden. Aber auch bei der Wartung wird auf denselben Datenbestand zurückgegriffen.“