Offene Automatisierungsarchitekturen ermöglichen eine durchgängige Integration von Feld- bis IT-Ebene und schaffen Flexibilität, einfache Systemintegration sowie Transparenz und datenbasierte Optimierung im Betrieb. (Quelle: Lenze)
Offene Kommunikationsstandards sind die Grundlage der Digitalisierung, um Maschinen und Systeme unterschiedlicher Hersteller nahtlos zu vernetzen. Lenze setzt deshalb konsequent auf offene Technologien und standardisierte Schnittstellen – für maximale Interoperabilität und durchgängige Datenverfügbarkeit. Technologien, wie OPC UA, EtherCAT und Profinet, ermöglichen eine durchgängige Integration vom Antrieb bis in IT- und Cloudsysteme. Sie sind sowohl in Controllern als auch in Antriebssystemen verankert und schaffen so die Basis für flexible, zukunftssichere Maschinenkonzepte.
Ein Beispiel aus dem Lenze-Portfolio ist der Servoumrichter i950. Er unterstützt Kommunikationsschnittstellen, wie OPC UA und Modbus TCP, und kann darüber hinaus als EtherCAT-, Profinet- oder Ethernet/IP-Device in unterschiedliche Netzwerkarchitekturen eingebunden werden. Ergänzt wird er durch modulare Feldbus- und Feedback-Systeme, die eine flexible Anpassung der Maschinenarchitektur ermöglichen. Auf Steuerungsebene unterstützen Lenze-Controller offene Standards, wie OPC UA, Profinet und EtherCAT, und sind in unterschiedlichen Rollen innerhalb der Automatisierungsarchitektur einsetzbar.
Im Sinne von „We live open automation“ endet diese Offenheit jedoch nicht auf der Feldebene. Denn der Drives DataHub stellt die Verbindung zur IIoT-Welt her: Die Softwarelösung fungiert als Gateway zwischen Antriebssystemen und übergeordneten IT- bzw. Cloudsystemen und stellt relevante Antriebsdaten über standardisierte Schnittstellen bereit.
Die Daten werden dabei unter anderem via MQTT übertragen und können für Anwendungen, wie Condition Monitoring, Asset Management und Predictive Maintenance, genutzt werden. Gleichzeitig integriert der Drives DataHub bestehende Lenze-Umrichter ohne Anpassung der Firmware und lässt bestehende Maschinenprozesse unverändert weiterlaufen.
Darüber hinaus verbindet die Lösung die Feldebene über Ethernet-basierte Feldbusse mit IIoT-Plattformen und macht Daten so durchgängig verfügbar. Als zentrale Datenschnittstelle sammelt der Drives DataHub relevante Antriebsdaten und stellt sie für Analysen bereit, wodurch Transparenz und Anlagenverfügbarkeit verbessert werden können.
Damit entsteht eine Architektur, die Offenheit über alle Ebenen hinweg umsetzt – von der Kommunikation im Feld über die Steuerung bis zur Integration in digitale Services. Von dieser offenen Architektur profitieren unterschiedliche Zielgruppen entlang der Wertschöpfungskette: Maschinenbauer gewinnen mehr Flexibilität bei der Systemauslegung und können verschiedene Technologien einfacher kombinieren. Integratoren profitieren von der nahtlosen Einbindung in bestehende Automatisierungs- und IT-Strukturen, da sich Integrationsaufwand sowie Projektrisiken reduzieren und sich heterogene Systeme flexibler sowie effizienter zu ganzheitlichen Lösungen kombinieren lassen. Anlagenbetreiber wiederum erhalten durch den Zugriff auf Antriebsdaten neue Möglichkeiten für Transparenz, Zustandsüberwachung und datenbasierte Optimierung im laufenden Betrieb.
Lenze ist Partner der #WeLiveOpenAutomation-Kampagne
Weitere Veröffentlichungen zum Thema auf openautomation.de:
Benchmark für Antriebe: IE5/IE6-Motor-Drive-System
We live Open Automation – Partner-Roundtable Teil 2
We live Open Automation – Partner-Roundtable Teil 1