Von der SmartCam bis zum Server: evopro setzt auf ctrlX OS

Carina Heil, Lead BizOps – Business Operations bei Bosch Rexroth, und Stefan Kraus, Leiter Produktentwicklung und Produktmanager evoVIU bei der evopro systems engineering AG, auf der Pressekonferenz in Renningen. (Quelle: VDE Verlag)
Als ein neuer ctrlX OS OEM-Partner wurde evopro systems engineering AG, ein Tochterunternehmen der Bertrandt AG, auf der PK vorgestellt. Mit der evoVIU VIUx bringt das Unternehmen die erste Software Defined Camera auf einer neuen Plattform auf den Markt. Sie verbindet industrielle Bildverarbeitung, Edge AI und Automatisierung direkt an der Maschine. VISIONWEBx wird dafür auf ctrlX OS portiert und als App im ctrlX OS Store verfügbar. Damit steht für Vision-Anwendungen eine gemeinsame Entwicklungs- und Laufzeitumgebung zur Verfügung, die sich auf unterschiedlicher Hardware mit ctrlX OS nutzen lässt.
„Mit evopro gewinnen wir einen OEM-Partner, der Machine Vision konsequent mit Automatisierung verbindet. Die Kombination aus VISIONWEBx und ctrlX OS schafft eine durchgängige Basis für industrielle Bildverarbeitung – von der Software Defined Camera über Edge Controller und IPCs bis hin zum Server. Anwender können die jeweils passende Hardware für ihre Anforderungen wählen und entwickeln ihre Vision-Anwendung künftig nur einmal“, sagt Steffen Winkler, Vertriebsleitung der Business Unit Automation & Electrification Solutions bei Bosch Rexroth.
Eine Softwarebasis für unterschiedliche Leistungsklassen
Kern der Architektur ist die Portierung von VISIONWEBx auf ctrlX OS. Mit der browserbasierten Entwicklungs- und Laufzeitumgebung von evopro lassen sich visuelle Workflows erstellen, konfigurieren und betreiben. Durch ctrlX OS als hardwareunabhängiges Betriebssystem wird diese Umgebung über unterschiedliche Geräte- und Leistungsklassen hinweg nutzbar.
Eine Vision-Anwendung kann beispielsweise auf der evoVIU VIUx direkt an der Maschine starten und bei steigenden Anforderungen auf einer ctrlX Core, einem leistungsfähigeren ctrlX IPC mit GPU oder einem Server mit der virtuellen Version von ctrlX OS betrieben werden. Entwicklungsumgebung und Applikations-Know-how bleiben dabei erhalten. So lassen sich Rechenleistung und Hardware an veränderte Anforderungen anpassen, ohne die Vision-Lösung für jede Geräteklasse neu entwickeln zu müssen.
Die offene, App-basierte Architektur verbindet Vision und KI mit Automatisierungs- und Kommunikationsfunktionen auf einer Plattform. Parallel zur OEM-Partnerschaft tritt evopro dem Partnernetzwerk ctrlX World bei und stellt VISIONWEBx als App für ctrlX OS bereit. So lässt sich die Vision-Software mit weiteren Anwendungen aus dem ctrlX OS Ecosystem verknüpfen und ausbauen.
„Für Physical AI müssen Bildverarbeitung, KI und Automatisierung nahtlos zusammenspielen. Entscheidend ist, Informationen aus der Umgebung nicht nur zu erfassen und auszuwerten, sondern sie unmittelbar für automatisierte Prozesse nutzbar zu machen. Die offene Softwarearchitektur gibt uns dabei die Möglichkeit, Vision- und KI-Funktionen flexibel mit weiteren Automatisierungsfunktionen zu kombinieren“, sagt Stefan Kraus, Leiter Produktentwicklung und Produktmanager evoVIU bei der evopro systems engineering AG.